Funkenflug #07: Bauen der Zukunft
Shownotes
Die wichtigsten Themen im Überblick: Revitalisieren statt Abreißen: Die erste Begehung der alten Landwirtschaftsschule und der Entschluss, dem Gebäude neues Leben einzuhauchen. Der "Suppentopf" der Ideen: Wie Architektur und innovative Stahl-Holz-Konstruktionen zusammenfanden. Hoher Vorfertigungsgrad: Warum das Bauen der Zukunft wetterunabhängig in der Produktionshalle stattfindet. Barrierefreiheit neu gedacht: Smarte Erschließung durch Laubengänge und einen außen aufgesetzten Lift – für maximale Barrierefreiheit mit minimalem Eingriff in die bestehende Fassade. Langlebigkeit pur: Der Einsatz von geflammtem, karbonisiertem Holz für eine natürliche und komplett chemiefreie Sichtfassade. Das ultimative Learning: Schnittstellen eliminieren! Wenn mehr Prozesse inhouse stattfinden, wird das Bauen am Ende einfacher und günstiger. Quellen & weiterführende Links: Alle Infos zum Standort: GLUATNEST Freistadt Innovative Bausysteme & sybkon: INNOVAMETALL GmbH & www.sybkon.at Produktion & Aufzeichnung: Freies Radio Freistadt
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00:00:00: Was hat man daraus gelernt?
00:00:02: Im Idealfall machen wir es immer so.
00:00:04: Das ist ganz klar, das Learning!
00:00:07: Wir wollen künftig eigentlich alles beeinflussen oder selbst angreifen weil wenn wir die Prozesse im Haus haben und auch die Schnittstelle wird bauen einfacher und günstiger.
00:00:18: Und das muss der erklärte Ziel sein.
00:00:26: Funkenflug – Der Glutniss-Podcast Ideen in Pulse und Innovationen aus dem Müllviertel.
00:00:41: Herzlich willkommen beim Funkenflug, der Geltner Spotcast.
00:00:45: Für alle Hörer, die sich jetzt wundern, warum es da weibliche Stimme auf einmal hören, bin die Gusen Badanela, ich bin Kollegin vom Hofer Thomas und darf heute den Co-Host übernehmen.
00:00:57: Und heute sprechen wir über die Sanierung von der alten Landwirtschaftsschule in Freistaat.
00:01:02: Mein Gesprächspartner ist heute der technische Leiter einer Inhormetall, Andreas Auer.
00:01:08: Hallo Andreas!
00:01:09: Hallo, danke für die Einladung.
00:01:11: Ja, Andy, wenn ich dich so nennen darf jetzt... In welchem Zustand war denn die Landwirtschaftsschule bevor es ihr da oder bevor die Normenteil da sind entschieden hat dass man das Ganze saniert?
00:01:23: Direkte Frage muss man vielleicht ein bisschen weiter ausholen ja warum ist eigentlich zu dieser Landwirtschaftschule gekommen oder was war der Anreiz an dem Ganzen?
00:01:34: In Wirklichkeit ist die Innovametall aufgrund ihrer Expansion und ihrer Größe ganz klar gewachsen.
00:01:42: Und wir sind voll massive Kapazitätsprobleme im Bestand gewesen in St.
00:01:47: Oswald, in Meierhöfen wo wir vorangesiedelt wurden.
00:01:51: Dann war der Ursprung eigentlich, wir brauchen mal irgendein neues Büro zur Erweiterung, zur Vergrößerung sind halt unter anderem auf diese Landwirtschaftsschule, die ja doch als sehr markantes und bekanntes Gebäude Bestandsgebäude in der Region verankert ist.
00:02:09: Dass auch sehr viele Leute kennen.
00:02:12: Egal jetzt ob von außen oder von innen.
00:02:14: Und zu deiner Frage... Wie haben wir dieses Gebäudet vorgefunden bei der Erstbegehung?
00:02:21: Es stand über mehrere Jahre nicht zwingend leer.
00:02:25: Es wurde nach wie vor vom BMI zu diesem Zeitpunkt genutzt.
00:02:29: Es haben Schulungen stattgefunden nach drinnen, also das Gebäude war beheizt.
00:02:33: Es war jetzt nicht irgendwie großartig baufällig oder sonst etwas.
00:02:37: Da ist ja trotzdem aufgrund dessen ein schulisches Gebäudegut vom Land in Schuss gehalten wurde.
00:02:45: Fenster waren noch gut und es wurden Böden in Ordnung wie man sich an der Schulgebäude vorstellt.
00:02:50: Und wenngleich draußen natürlich die Vegetation hat ihren freien Lauf genommen Pflanzen sind gewachsen und du stehst da eigentlich vor einem monströsen Gebäude.
00:03:03: Und denkst ja, was machen wir mit denen?
00:03:07: Dann hat es irgendwo begonnen dass man sie immer näher damit auseinander gesetzt haben.
00:03:12: Wie hat das damals begonnen?
00:03:13: also wie habt ihr den Prozess?
00:03:15: Was muss man sich darunter vorstellen?
00:03:17: Wie startet da so eine Entscheidung, dass man sagt okay wir sanieren Wir reißen nicht ab und bauen neue sondern wir schauen was wir aus dem alten Bestand machen können.
00:03:27: Naja, das fangt mal ganz lustig an dem du fährst zuerst bei uns im Müffel.
00:03:31: Nehmt man das so schön Spächteln?
00:03:33: Schaust einmal was erwartet dich dort!
00:03:35: Und in weiterer Folge haben wir den Schlüssel bekommen für dieses Gebäude.
00:03:39: und dann machst du da tatsächlich eine Erstbegehung.
00:03:44: oder lass die Geschichte eigentlich von diesen Gebäuden auf dich wirken.
00:03:48: Ich muss sagen also auch unter einem Geschäftsführern ein bisschen ein paar Klaus und bei mir und was halt alle dieses Gebüede dann... im Laufe von mehreren Monaten besichtigt haben, ist sehr schnell der Entschluss auch aufgrund unserer Produkte die Entscheidung gefallen.
00:04:04: Es ist unmöglich, dass man so ein repräsentatives Gebäude an der Ortsanfahrt vom Freistaatshütte, das da einfach die Bagger gekommen und reißen das weg und damit die Geschichte, die Historie von den Gebäuden.
00:04:17: So haben die Dinge ihren Lauf genommen.
00:04:19: also... Man macht sich Gedanken, was könnte man machen?
00:04:23: Wie funktioniert das?
00:04:24: Man übergibt das ganze Projekt.
00:04:25: Da zieht er einen Architekten und befreundet ein sehr gut bekanntes Architekturbüro im Hause in Obermetall.
00:04:34: Und die sind dann eigentlich mit uns mal spazieren gegangen.
00:04:37: War eine lustige Runde!
00:04:40: Aber zu diesem Zeitpunkt bereits Ideen, Fändungen... Ich glaube es war sehr schnell in welche Richtung das alles geben muss.
00:04:48: Welche Richtung habt ihr da grob festgelegt?
00:04:51: Also wie stellt man sich das vor, dass du dann wirklich sagst okay wir machen Aufstockungen, wir machen Laubengänge.
00:04:59: Wie war die Entscheidungsfindung?
00:05:01: Eine Aufstockung und Laubgänge ist später dazugekommen wenn gleich sofort klar war aufgrund unserer Produktgruppe oder unsere Produkte Subconn Die Balkonsystemen die auch gleichzeitig als Laubngänge fungieren können gerade zum damaligen Zeitpunkt, wir stark in der Sanierung auch drinnen waren oder nach wie vor.
00:05:23: Also haben wir das Problem eigentlich bei diesem Gebäude gehabt dass er aus diesen drei Trakten besteht einmal dieser Mitteltrakt dann westlich gelegen wurde ehemalige Mädchentrakt so genannt hat und rechts die Klassenzimmer oder östlich die Klassenzimmer und den jungen Trakt.
00:05:41: Das Gebäud hat die Problematik gehabt dass dieser Mädchen Trakt eigentlich Ich nenne es immer lieblos, dazugestückelt wurde und mit einem großen Höhenunterschied zum restlichen Gebäude verbunden war.
00:05:54: Das stellte ich bei heutigen Nutzungsbedingungen oder so wie unsere geplante Nutzung war für die Herausforderung – wie erschließt du so etwas überhaupt?
00:06:03: Wie machst du Barrierefreiheit, wo je gehst du mit Braunchutzthematik um?
00:06:07: Aufgrund der enormen Fläche ist dann eigentlich klar gewesen dass man diesen westseitigen Trakt entfernt und dort tatsächlich das Vorrichtet für eine weitere Bau-Etappe, um künftig tatsächlich neu etwas hinzustellen.
00:06:21: Aber diese Primäreinheit wo vernünftiges Bodenniveau geherrscht hat eben dieser jungen Trakt oder Klassentrakt den hat man dann einmal zerlegt und hat überlegt in verschiedenen Etappen wie gehen wir das an?
00:06:37: was können wir da ersetzen?
00:06:38: Was können wir neu machen?
00:06:39: Was behalten wir?
00:06:40: Was funktioniert auch heute noch gut?
00:06:43: Naja, dann haben sie eigentlich die Architekten einmal ausgetobt.
00:06:45: Unter Berücksichtigung unserer Produkte natürlich!
00:06:48: Okay also du hast gerade gesagt... Die Architekten mit den Ansatz durchgegangen ihr habt Entscheidungen getroffen.
00:06:55: was waren denn jetzt eigentlich die Entscheidungen?
00:06:57: Also auf was hat man sich denn grundsätzlich geeinigt?
00:07:00: wie soll das Gebäude ausschauen welche Funktionen soll es haben?
00:07:03: Ich beschreibe das jetzt ganz banal Man stellt sich einen Suppentopf vor wirft die Produktwelt der Innovametall da hinein So wie das Know-How.
00:07:12: der Architekt, also das beauftragte Architektorbüro muss man wissen ist meines Erachtens sehr stark spezialisiert im Bereich Holzbeton Hybridbau.
00:07:23: Das ja auch den Zahn der Zeit absolut trifft und hat aus diesem Suppentopf dass es dann tatsächlich geworden ist, hat man alle Vorteile und Komponenten zusammengelegt Aspekte vorbehaltlich der Erreichung von ein paar Rahmenbedingungen entschieden.
00:07:45: Und ich denke, das hat ganz gut funktioniert.
00:07:48: Was ist konkret umgesetzt worden von diesem Topf, den du gerade beschrieben hast?
00:07:54: Dieser Topf?
00:07:55: haben wir jetzt die Vorgabe der Architektur oder halt das Know-how mit dem Holzhybriden oder Betonholzhybriden und unseren Fertigungsgrad.
00:08:08: Von unseren Balkonsystemen, die ja mit Betonfertigteil-Bodenplatten ausgeliefert werden haben wir ein Dachsystem eigentlich gemacht was auf einer Holztragkonstruktion und aktivierten Betonfertigteilplatten besteht.
00:08:24: Das wiederum Kühlung und Heizung zugleich ist Und hier eine tragende Dach Struktur geschaffen, was sehr stahlbar ist.
00:08:32: Was ja wieder um unseren Ursprung trifft also das Metallertum sage ich mal vorsichtig hier eine Rahmenkonstruktion in schnellster Bauweise als Eckpfeiler geschaffen hat und mit Holzfertigteilwänden in kürzester Zeit eine Aufstockung oder eine Nachverdichtung von dem Bestand geschaffen wird der aber glaube ich bis heute genauso auch jederzeit wieder allen erdenklichen Gebäuden nachgebaut werden könnte.
00:09:03: Somit war dieser Meilenstein geschaffen, dass wir nicht nur das Gebäude diesem Bestand erlassen haben sondern auch diese Nachverdichtung um ein ganzes Geschoss nach oben und zusätzlich noch in serieller Bauweise also hoher Feuerfertigungsgrad, hoher Planungsgrad eigentlich alle Anschlusteteile geklärt sind kürzester Zeit gebaut worden.
00:09:28: Das heißt, für die Hörer noch ganz kurz.
00:09:29: Sie sind entschieden worden, dass man das Dach abträgt oder abreißt und dann darauf eine Aufstockung oder einen zutlichen Stock draufbaut?
00:09:39: Richtig!
00:09:40: Also ein Dach alles weg also diesen alten Dachstuhl wo man wunderschöne Fondsstücke aus der Schulzeit nachgefunden hat.
00:09:48: auch der wurde in großen Teilen auf einmal abgetragen mit Kran weg Baumeistertätigkeiten eigentlich, Ranzockel herstellen.
00:09:58: Auflagerschaffen für ein Stahlgerippe und dieses Stahl-Gerippe hat dann gedient für diese seriellen Module und Holzwände mit einer hinterlüfteten Fassade wo außen darauf geflammtes Holz ist oder dekarbonisiertes Holz um es ganz genau zu nennen.
00:10:17: Da sind wir auch für eine neue Herausforderung eigentlich gestanden.
00:10:20: Niemand konnte in dieser Stückzahl und in dieser Größe Holz flemmen.
00:10:25: Wir haben ein einziges Unternehmen in Österreich gefunden, zum dreimaligen Zeitpunkt oder hatte einen zu kleinen Ofen.
00:10:31: Und somit ist relativ schnell die Entscheidung getroffen worden.
00:10:34: Wir müssen es selbst machen!
00:10:35: Haben da wunderschön probiert bei unseres Installateurs mit Gasbrenner- und automatischen Einzug.
00:10:42: Nachdem wir den Gasverbrauch gesehen haben und wie langsam es vonstatten ging, wurde das Engelstampf dieses Projekts des Gas-Flemmens.
00:10:52: Und dann eigentlich über Induktion hat man die Lösung gefunden und damit automatisiert ein Vorschub, Einzug, Einbrenntiefe... haben wir dann wirklich effizient und sehr schnell Holz flemmen können.
00:11:07: Und das ist dann eigentlich unsere jetzige Fassade geworden, also die Sichtfassade des hinterlüfteten Systemes und sieht glaube ich toll aus.
00:11:16: ja?
00:11:17: Ist aber was anderes.
00:11:18: man sieht es nicht so oft dass da eine geflammte Fassada gibt oder?
00:11:23: Also ich kenne wenige Gebäude.
00:11:24: mein Gleiche sind mehr geworden.
00:11:28: Man kennt es vielleicht von Holzmöbel oder Tischlerware im hohe oder höherwertigen Presssegment, aber ansonsten ist das eine jahrtausende alte Methode inzwischen um Holz einfach robuster gegen Witterungseinflüsse zu machen.
00:11:46: Und auch natürlich durch dieses Verbrennen du jeglichen Schädlingsbefall.
00:11:52: damit eliminierst er.
00:11:54: Jetzt muss ich noch einen Schritt zurückgehen weil es mir persönlich interessiert Warum hat man sich dann dazu entschieden, einen Stock aufzubauen?
00:12:01: Wenn man vielleicht am Anfang sogar das Gefühl gehabt hat, dass die Landwirtschaftsschule zu groß ist.
00:12:06: Warum hat es sich dazu entschieden?
00:12:08: Erstens einmal so hart es jetzt klingt einfach weil wir es können und wir wollten unbedingt zeigen an einem Bestandsgebäude wie kann man so etwas effizient sanieren?
00:12:21: Das war ja ganz klar.
00:12:22: also das ist ein realer Bohr, ein Schauerbohrer.
00:12:26: geht man mit Bestandsgebäude haben und ob das jetzt Schule ist oder Nachkriegsbauten, oder Gründerzeithäuser.
00:12:33: Ist uns egal.
00:12:34: wir können tatsächlich hier am Standort den Freistaat zeigen.
00:12:40: wie muss sich der Kunde das vorstellen wenn ich ein ganz normales altes Gebäude habe vielleicht Teil sanieren in den neunziger Jahren irgendwann einmal?
00:12:49: Wie schauen diese Anschlüsse aus?
00:12:50: Wie überspann ich so etwas, wie gehe ich mit Fundamentlasten und Traglasten um?
00:12:55: Das sind immer die gleichen entscheidenden Faktoren.
00:12:59: Und Neubau ist einfach nicht mehr möglich in dieser Dimension als es bisher war oder ist auch schwierig mit den Zielen, die EU selbst auferlegt hat oder wir uns selbst aufeinanderlegten.
00:13:12: Ich muss diesen Bestand angreifen und das zwingend.
00:13:15: Und warum soll ich die grüne Wiese jedes Mal neu angreffen, wenn ich so viel Bestand habe den ich ja per se nachverdichten kann?
00:13:22: Und dies mit überschaubaren Problemen.
00:13:25: Wenngleich Sanierung niemals neu baut.
00:13:27: Sanierung stellt sich für andere Herausforderungen.
00:13:30: Sanierung ist nicht dieser eine Plan und genauso baue ich dann sondern Sanierung lebt auch von Überraschungen.
00:13:38: Das macht es aber so spannend und interessant.
00:13:41: Was war denn jetzt, wenn du zurückdenkst eine Überraschung beim Gluten ist oder wo man gesagt hat das hat man sich eigentlich anders davor geschätzt dass es so abläuft?
00:13:51: Viele.
00:13:52: Also diese eine fällt mir jetzt per se gar nicht ein.
00:13:55: aber du erlebst immer wieder überraschungen ja sei es dass damals ein scheinend Beton nichts gekostet hat.
00:14:02: Wir haben Fundamente ausgegraben, die waren größer wie Teile des Gebäudes.
00:14:06: Das fange ich mal vorsichtig über Fondstücke, die da irgendwo auftauchen und... Ja aber nur mal.
00:14:13: das ist Sanierung!
00:14:15: Über den toten Vogel der schon seit dreißig Jahren irgendwo liegt oder der Igel der auf einmal im Tochsstuhl hervorkommt.
00:14:21: mein Gott ist so.
00:14:23: Aber wir sind in der Baubranche tätig, das schreckt uns nicht, das motiviert uns.
00:14:30: Ist trotzdem cool, wenn man dann ein fertig saniertes Gebäude sieht.
00:14:32: Wo man sich vorher das niemals vorstellen kann.
00:14:35: Fertig saniert ist es ja mittlerweile fast.
00:14:39: Wenn man zum Gluten ist, sieht man ganz markant der Orange.
00:14:42: Ich sage es da mal ganz banal Streben die in den Erdboden reingehen.
00:14:48: Orangestreben was hat das damit auf Sicht?
00:14:51: Was ist das?
00:14:52: Warum genau die Farbe orange?
00:14:54: Warum nicht blau
00:14:55: z.B.?
00:14:56: Jetzt kommen wir auf den zuvor genannten Suppendopf zurück und greifen wieder hinein.
00:15:01: Das ist jetzt einer der weiteren Produktwelten der Innova-Metall.
00:15:05: Dieser Sypcon oder System Balkon, wie es nennt, fungiert nicht nur als Balkon sondern kann auch, wie hier gezeigt oder gebaut, als Laubengang verwendet werden.
00:15:19: Was ist ein Laubengang?
00:15:21: Ein Laubingang ist eine Erschließung von einem Gebäude an der Außenseite.
00:15:26: Das heißt, ich muss mal vielleicht stellen wir das so vor.
00:15:29: Ich habe ein längliches Gebäude, ein recht dickiges und mir fehlt das Stiegenhaus, mir fehlt der Lift egal was.
00:15:36: Im Bestand immer das Problem der Stiegenhäuser zu schmal entsprechend nicht mehr halt den Bauvorschriften, heutigen Regelungen.
00:15:42: aber du kannst ja nicht einfach ein größeres Stiegenhaus in dem Bestand hineinbauen.
00:15:45: Es geht ja nicht.
00:15:46: Also dann verlierst Du Wohnraum!
00:15:48: Und es ist ein brutaler Eingriff in diesem bewohnten Bestand.
00:15:51: Das muss man sich auch einmal vorstellen.
00:15:53: Sanierung heißt alle Schichten der Bevölkerung zu bedienen, damit umzugehen und das zu berücksichtigen auf die Bedürfnisse der Leute.
00:16:05: Dahinter kann es sein dass die bettlegrige Person wohnt oder du zur Messe kommst oder die Großfamilie irgendwo wohnt.
00:16:14: und umso mehr Eingriff in diese Privatsphäre von Stadion um so schwieriger, umso zeitintensiver, um so persönlicher glaube ich wirklich.
00:16:24: Ich werde auch dieser Part der Sanierung und somit erschließt man Gebäude jetzt im Wohnbau, nicht wie in unserem Fall die Landwirtschaftsschule, erschließts mir an der Außenseite.
00:16:35: Das heißt, ich verbinde die Haustürme oder Balkondürmen während zu Haustüren.
00:16:39: Ich verlege die Stiegenhäuser noch aus sich verlege einen Lift nach außen zum Beispiel.
00:16:43: das war bei uns der gleiche Aspekt.
00:16:47: wir wollen alle Bereiche des Gebäudes von außen erschließen zusätzliche Fluchtwege schaffen.
00:16:53: Somit ist an der Südseite und am Ostseitigen Trakt die Westseite in so einer L-Form das ganze Gebäude erschlossen worden.
00:17:03: Ich kann von außen vom Erkgeschoss in jeden Bereich des Gebäudes gehen, ohne dass ich ein einziges Mal drinnen war.
00:17:10: Damit es funktioniert brauche ich eine Tragstruktur.
00:17:14: Diese TragStruktur ist dieses orange nette Gerüst, was du erwähnt hast.
00:17:20: Das sind Formrohrstützen, die wiederum die Lasten in das Erdreich oder in die Fundamentierung ableiten.
00:17:27: Die Farbwahl, naja da muss man jetzt die Architektur wieder fragen, Farben ist nicht so unser präferierter Aspekt, sagen wir vorsichtig!
00:17:36: Wir kennen uns damit nicht aus.
00:17:38: dafür gibt es Leute, die das studiert und gelernt haben.
00:17:41: Und Orange aber zu denke ich zumindest auch passend zum Namen des Glutnisses, diesen aufsteigenden Flammenwerk die wiederum bringen, wie ein Streichholz oben diese verkohlte Holzfassade zum Brennen oder zum Abbrand gebracht.
00:18:01: Klingt auf jeden Fall sehr bildlich und ich glaube das spiegelt das Ganze auch wieder.
00:18:05: Jetzt haben wir gerade vorher über diesen hohen Vorfertigungsgrad gesprochen.
00:18:10: Es gibt sicher einige Hörerinnen und Hörern, die sich jetzt fragen, was ist da genau gemeint?
00:18:18: Wie kann man sich das vorstellen?
00:18:20: Wie wird denn dann sowas erschlossen?
00:18:21: oder kommen da jetzt einfach der Betonmischer auf die Baustelle?
00:18:27: Kommt er nicht, oder wie genau geht das mit diesen vorgefertigten Modulen und vorge fertigen Produkten?
00:18:34: Vielleicht stört man sich das am einfachsten so vor.
00:18:36: Dieser Vorfertigungsgrad – wir holen die Bausstelle ins Gebäude!
00:18:42: Unsere Produktionsfertigung, sondern Sampling-Hallen sind die Bauszelle geworden.
00:18:47: Das heißt... Jetzt nicht, dass wir den Schmutz oder sonst was für auf der Baustelle haben.
00:18:51: Aber im Bauwesen bist du permanent mit Witterungseinflüssen konfrontiert, mit Situationen vor Ort konfrontierend und unerwartetem wie es in der Sanierung ist.
00:19:04: Somit verlagern sich die Kompetenzen ganz klar.
00:19:08: Es fungieren Vermessungen und dienen als Basis oder sehr genaue, detaillierte Vermessungen dienen für die weiteren Schritte der Sanierung.
00:19:20: Du definierst Kanturen, Körperzubauten anbauten Ausschnitte was auch immer um es auf das Produkt des Laubenganges umzulegen.
00:19:30: Du hast das vorgegebene Rest über diese zuvor genannte orange Stützenstruktur und jetzt brauche ich da irgendwie ein Betonteil damit ja später mal drauf laufen kann.
00:19:40: Somit planen die Techniker und Konstrukteure, die genaue Abwicklung dazu.
00:19:45: Und ich produziere in unserem Werk einen Niederkabel um in einem hochmodernen Fertigungspark muss man fast sagen.
00:19:55: Da ist die Schlagkraft gewaltig da oben.
00:19:59: Die produzieren unsere Abschalungen vor, unsere Bewährungskörper, unsere Stützenauflager Und alle diese Halbzeugnisse oder halbfertigteile kommen bei uns im Freistaat zusammen.
00:20:11: Und das, was ich jetzt eigentlich auf der Baustelle machen würde, diese Bewährungsmatten irgendwo in das Erdreich legen mit einer Holt zum Schalung – all das passiert bei uns in Freistaatenwerk und es wird auf sogenannte Rüttel-Kipptische, auf Schaltische aufgebaut.
00:20:27: Und diese Betonplatten, wo's normal der Mischer in die Erde kippen würde, gibt da bei uns auch die Schaltische drauf wo diese fertig konfigurierten Rahmen schon liegen, die später diese Plattform bilden.
00:20:42: Jetzt habe ich natürlich diesen entscheidenden Vorteil, Punkt A ist das Wetter draußen egal?
00:20:46: wenn ich jetzt gerade beim Fenster hinaus schaue?
00:20:48: es regnet ja wunderschön!
00:20:51: Das habe ich beim Betonieren genauso und wenn's zu viel regnet muss sich das betonieren absagen.
00:20:55: Wenns zu heiß ist muss ich den Beton schützen dass er so schnell austrocknet weil er ansonsten Latterisse bekommt.
00:21:01: also oder Egal oder mir bricht irgendwo Erdreich darunter, wer schlecht verdichtet.
00:21:06: Also viele Einflüsse die wir uns eigentlich selbst auferlegt in so Unternehmen geholt haben um dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr produzieren zu können und vorfertigen zu können.
00:21:18: Uns ist jegliches wert egal.
00:21:19: Wir haben Fußbrunnenheizungen in den Alpen.
00:21:21: ich glaube es ist ein angenehmes Betriebs- und Fertigungsklima ja?
00:21:26: Und somit umgehst du viele Probleme aus dem Baustellenalltag hast klar vordefinierte Produkte zu einer klar definierten Zeit, die am Tag X abgeholt werden und einen voravisierten Kran übergeben werden.
00:21:45: Und dieser Kran hebt mit zwei drei Monteure diese Laubengangsysteme an die Fassade und ich sage mal so aktuell um das vielleicht im Balkon sich vorstellen zu können.
00:21:55: beim Projekt wenn es normal gut läuft verheben wir zwölf bis fünfzehn Balkone pro Tag.
00:22:02: sprich wo?
00:22:03: Wenn du in der Früh zur Arbeit gehst und kommst am Abend nach Hause, hängen auf einmal an dieser Fassade bis zu fünfzehn Balkone fixfertig sofort nutzbar.
00:22:12: Und dann wird noch ein Bandanschluss hergestellt.
00:22:14: aber das war es!
00:22:14: Du kannst ihn so fort nutzen.
00:22:17: Das ist einfach diese modulare Diät oder dieses hohe Vorfertigungskrad.
00:22:23: Jetzt ist er das Glutnis unter anderem auch Unternehmenszentrale von der INWR Metall.
00:22:28: Wir hatten eine Paar Ausstelle direkt am Firmenstandort.
00:22:31: Was kann man sie dann oder was hat man sie da mitnehmen können?
00:22:34: Welche Prozesse waren dahingehend einfacher, wahrscheinlich auch die Platten, die nicht mehr einen großen Weg gehabt haben auf die Fassade von Gluten ist.
00:22:43: Aber welche Prozessen kann man sagen sind einfacher geworden?
00:22:48: und vielleicht sind da welche komplexer geworden.
00:22:50: Was waren so der Bild, die Erfahrungsberichte oder was habt ihr sich damit genommen?
00:22:56: Naja, was ist einfach gar geworden?
00:22:57: Du hast das schon gesprochen.
00:22:58: Also diese Wegstrecken, diese Distanzen durch die es dass du alles selbst und am Standort und auf der Baustelle vor Ort fertigst hat einfach diesen Riesenvorteil.
00:23:09: Du kannst sofort agieren!
00:23:12: Du kannst reagieren.
00:23:14: Es kann natürlich immer wieder mal irgendwo etwas passieren.
00:23:17: Das ist ja grundsätzlich jetzt nicht das riesen Problem.
00:23:19: Die Frage ist nur wie.
00:23:20: ich gehe mit so etwas um.
00:23:22: Wenn diese Reaktionszeiten so dermaßen kurz gehalten sind, dann hat das gewaltige Vorteil einfach.
00:23:28: Das spricht für sich.
00:23:29: Das ist bedenkt vielleicht ein Risiko aus einem hohen Vorfertigungsgrad.
00:23:35: Wenn etwas falsch ist kann die gesamte Lieferkette beeinträchtigt werden.
00:23:41: Somit muss ich versuchen oder ob es das Ziel ist dass ich eine ganz klare Taktung zusammenbringe.
00:23:48: Ich stöme jetzt einfach mal dieser Montagestraße bei ein Autowerkfuhr auch dort, wenn diese Teile nicht kommen würde ja sein die Hochzeit zwischen Motor und Karosserie feiern will.
00:24:02: dann steht die ganze Straße.
00:24:03: Dann steht nicht dieses eine Auto sondern der ganze Zyklus steht still.
00:24:08: Das macht es spannend aber auch komplexer im Handling davor.
00:24:14: Und was hat man da raus gelernt?
00:24:18: Im Idealfall machen wir es immer so.
00:24:20: Das ist ganz klar das Learning, alles was wir selbst in der Hand haben und selbst beeinflussen können.
00:24:26: oder anders gesagt Wir wollen künftig eigentlich alles beeinflussend, was wir selber angreifen.
00:24:33: weil wenn wir die Prozesse im Haus haben und auch die Schnittstellen Die Schnittstellenthematik ist das größte Problem beim Bauwesen meines Erachtens dass diese ungeklärt bleiben oder ungeklaert sind.
00:24:44: Es ist auch brutal schwierig für ausschreibende Stellen, diese Schnittstellen auszumachen und zu finden.
00:24:51: Und wenn man dieses Schnittstellen eliminiert wird Bauen einfacher und günstiger.
00:24:57: Das muss das erklärte Ziel sein.
00:25:01: Gebäude, das Gluten ist, wenn wir wieder da den Schritt zurückmachen wurde ja auch von dem Apparition Award ausgezeichnet.
00:25:09: Wie waren da die Reaktionen in der Firma?
00:25:11: Warum glaubst du, ist dieser Award verliehen worden?
00:25:15: Warum ist dieser award verlieht worden?
00:25:17: Ich weiß nicht!
00:25:17: Das muss mir die Schüre fragen.
00:25:18: aber ich denke wir haben einiges richtig gemacht.
00:25:20: also es reichen ja trotzdem einige oder viele Unternehmen ein aus dem Bereich Tourismus.
00:25:28: Es war eine lange Reise, es ist ja nicht so, du reichst jetzt schneller mal ein und schauen wir mal was rauskommt.
00:25:35: Wir nutzen das Glutenest schon länger und eingereicht wurde aber jetzt eigentlich erst mit dem letzten Jahr oder im Jahr auch am Klo einmal zu definieren, was haben wir da eigentlich geschafft worden?
00:25:51: Welche Aspekte wurden berücksichtigt, wie schaut es mit Nachhaltigkeit aus?
00:25:56: Wie schaut's mit Effizienz aus?
00:25:58: Das auch wieder zu spielen und zu finden in einer solchen Einreichung.
00:26:04: In Rücksprache mit den Architektur-Büro natürlich auch.
00:26:09: Ich glaube man kann schon stolz sein und ich schätze das Unternehmen blickt da auch im Sinne der Geschäftsführung mit breiter Brust auf einen solchen Erwort, der da verliehen wurde.
00:26:21: Und ich denke zu Recht, dieses Projekt steht es hinbildlich.
00:26:27: wie kann ich eine Vielzahl des Bestandes der Gebäude egal in welcher Stadt sanieren?
00:26:34: Also wir haben diese Lösung liegt auch und ist überall umsetzbar.
00:26:40: Abschließend Was würdest du sagen, was war für die das persönliche Highlight jetzt?
00:26:45: Das persönliche Detail, wo du sagst okay ohne dem wäre das Gluten nicht das, was aktuell ausmacht oder für dich das, welches aktuell aus macht.
00:26:56: Gute Frage aber ich glaube ganz klar die Vielzahl an unterschiedlicher Produkte in der Sanierung dieses interessanten Bestandsgebäudes stecken und dass eigentlich alles funktioniert hat.
00:27:08: wie man sich es aufs gemalt hat.
00:27:10: Es wurde nichts im Zuge des Bauvorhabens eingestampft, wenn man glaubt, wir haben uns da zu weit hinaus gelassen oder so.
00:27:19: Sondern es wurden klare Ziele gesteckt die werden verfolgt, energisch verfolgte und das in kurzer Zeit.
00:27:26: Und es hat einfach zu einem tollen Produkt oder zu einem tollen Resultat geführt wo man sich jetzt drinnen wohlfühlen kann.
00:27:36: Wo ein... Schönes Großraumbüro gestanden, wo es in Schmelztiegel entstanden ist aus unterschiedlichen Firmen.
00:27:44: Ein super Veranstaltungssaal wurde heute noch auf diesen Retroturnsaal bodengeht was aber auch diesen Charme des Gebäudes vermittelt.
00:27:52: also Sanierung heißt ja nicht Eliminierung des Bestandes.
00:27:56: ich hauptsache sehe nicht mehr dass das alt war.
00:27:59: Das sehe ich gar nicht so.
00:28:00: und ein Gebäude erzählt auch irgendeine Geschichte Und wenn man jetzt noch gerade in den Katerkampen des Gebäudes sich bewegt, dann ist die Geschichte groß und vielfältig.
00:28:12: Das macht es eigentlich wirklich spannend und interessant.
00:28:15: auf die Frage des Momentes.
00:28:18: Ich weiß noch genau wie wir vom alten Büro oder eben dieses neue Büro übersiedelt sind.
00:28:24: Es war ein Wochenende und du stößt das erste Mal deinen schreibtisch-Sessler in diesen große Büro setz dich nieder mit den Rücken zu wandern, schaust in dieses fast sixhundert Quadratmeter große Büro oder fünfhundfünfzig Quadratmeters und denkst du bist einfach nicht.
00:28:42: Das war's die Bauzeit ist vorbei also du übersiedelst das ist dann schon irgendwo... ich würde es nicht sagen emotional das wäre jetzt vollkommen übertrieben ja aber nein es hat einfach eine gewisse Bestätigung gefunden und es ist echt ein tolles Projekt geworden, wo da ab?
00:29:02: vor den Ideen was da gefunden worden sind ja.
00:29:04: Und auch von dem Team die das alle mitgetragen haben.
00:29:09: Das gehört auch ganz klar dazu.
00:29:12: Abschließend toll dass wir das gemacht haben und hoffentlich in Zukunft in ähnlicher Bauweise noch vielfach weitere.
00:29:19: Ich glaube das war ein super Schlusswort!
00:29:22: Danke an die Andi, dass du heute da warst als unserem Gast.
00:29:25: Danke an das freie Radio Freistaat.
00:29:28: Alle Infos und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter www.glurdness.it.
00:29:34: Genau, die darf ich auch verabschieden.
00:29:36: Danke und bis
00:29:54: bald!
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